Dienstag, 25. Dezember 2012

To cut a long Story short

Hat jemand von euch schon mal versucht, ein Exposé zu schreiben? Ich weiß ja nicht, wie es euch dabei geht, aber für mich ist das ausgesprochen schwierig. Da bringt man in mühsamer Kleinarbeit einen kompletten Roman zu Papier, schafft es aber nicht, selbigen auf ein bis zwei Seiten zusammenzufassen.
Woran liegt das? Die Story kann es nicht sein. Objektiv betrachtet ist die sogar ziemlich einfach gestrickt.
Ich habe festgestellt, dass es schwierig ist, eine sinnvolle Chronologie zu erstellen, wenn drei Handlungsstränge nebeneinander verlaufen und die Erzählung zwischen ihnen hin und her springt.
Um mir die Arbeit zu erleichtern, habe ich erneut Kapitel für Kapitel überflogen und in wenigen Sätzen zusammengefasst. Es stellte sich jedoch heraus, dass ich daraus trotzdem keine brauchbare Inhaltsangabe erstellen konnte. Das lag einerseits daran, dass sie viel zu lang war, und andererseits daran, dass sie Informationen enthielt, die vollkommen irrelevant waren.
Ich will hier jetzt keine Anleitung dafür geben, wie man ein Exposé am besten schreibt. Diese gibt’s im Internet zuhauf. Außerdem sollte jeder selbst entscheiden, wie er das macht. Dass es sich von selbst versteht, fehlerfrei zu schreiben und den Fokus auf das Wesentliche zu legen, muss eigentlich nicht extra erwähnt werden.
Jedenfalls liegen wohl noch viele Stunden Arbeit vor mir, bis ich ein Exposé verfasst habe, das interessant genug ist, damit das Skript von den Lektoren (oder Praktikanten...) der Verlage nicht gleich in den Müll geworfen wird, nachdem sie die ersten Sätze gelesen haben, und das sich gleichzeitig aber nicht wie der Klappentext liest.